Technologien

Die Wahl der technischen Anlage hängt von Ziel und Standort des Erneuerbare-Energien-Projekts ab und beeinflusst es maßgeblich.

 Heidelberger Sand und Kies GmbH/Steffen  ...
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Sonne: Photovoltaik und Solarthermie

Mit Sonnenenergie lassen sich Strom und Wärme erzeugen. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Stromproduktion mit Photovoltaikanlagen. Das Land Hessen unterstützt daher die Installation von PV-Anlagen auf Dachflächen und weiteren versiegelten Flächen, ergänzt um neu zu bestimmende Flächenkulissen.

Solarthermie

Bei der Solarthermie wandeln Solarkollektoren die Sonnenstrahlung in nutzbare thermische Energie um. Diese kann zur Warmwasserbereitung oder zum Heizen genutzt werden. In Hessen – wie auch in ganz Deutschland – wird Solarthermie überwiegend zur Warmwasserbereitung genutzt. Da sie alleine im Winter nicht ausreicht, wird sie üblicherweise mit anderen Heizsystemen kombiniert. In der solaren Nahwärmeversorgung als auch im Bereich der Bereitstellung von solarer  Prozesswärme, stehen noch weitestgehend ungenutzte Potenziale zur Verfügung.

 

Photovoltaik (PV)

Unterschieden werden in der Regel zwei Arten von PV-Anlagen: solche, die auf freier Fläche stehen, und solche, die auf Dächern installiert sind.

Freiflächen-PV

Die solare Potenzialanalyse für Hessen hat gezeigt, dass die Nutzung der zur Verfügung stehenden Dach- und versiegelten Flächen nicht ausreichen wird, um in den Szenarien den für 2030 und 2045 prognostizierten Strombedarf in Hessen anteilig mit Solarstrom zu befriedigen. Die Nutzung von weiteren Flächenkulissen, dazu gehören Freiflächen, wird somit unverzichtbar.
Das Land Hessen unterstützt mit der überarbeiteten Freiflächensolaranlagenverordnung und den Regionalplänen Energie als weitere Bausteine den verstärkten Ausbau in diesem Bereich.

Besondere Freiflächen: Agri-PV

Freiflächensolaranlagen haben aufgrund des Flächenbedarfs einen wesentlichen Nachteil gegenüber etwa Dachanlagen. Ein Lösungsansatz für dieses Dilemma stellt die Ausführung von Freiflächenanlagen als APV-Anlage, auch Agri-PV genannt, dar. Hierbei bleibt die beaufschlagte Fläche in der Nutzung als landwirtschaftliche Produktionsfläche und wird um Solar als grüne Stromquelle ergänzt. Merkmal einer APV-Anlage ist somit die Verknüpfung der Solaranlage und damit verbundenen Schutzwirkung der landwirtschaftlichen Produktion, eine sogenannte Flächen-Mehrfachnutzung.

Veranstaltungen zu diesem Thema und weitere Informationen

Online Konferenz Agri-Photovoltaik – Chance und Herausforderung für die Landwirtschaft

In einer knapp fünfstündigen Online-Konferenz werden Chancen und Herausforderungen von Agri-Photovoltaik insbesondere für Landwirtinnen und -wirte, aber auch für Kommunen beleuchtet. Expertinnen und Experten der kommunalen und wirtschaftlichen Ebene schildern ihre Erfahrungen und geben Tipps zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die Vorträge können jeweils in einzelnen Videos angeschaut werden. Sie stehen auch als gesammelte Playlist Online-Konferenz Agri-PV zur Verfügung. Die Präsentationen finden Sie hier unter Downloads.

Besondere Freiflächen: Floating-PV

Weil Solarparks viel Fläche benötigen, sind schwimmende PV-Module, auch Floating PV genannt, eine innovative Ergänzung. Sie werden auf der Wasseroberfläche von Gewässern, insbesondere Süßwasserseen, installiert. Infrage kommen dafür beispielsweise Baggerseen oder Kiesgruben. In Deutschland sind bisher einige Pilotprojekte in Betrieb. Aktuelle Beispiele in Hessen sind Anlagen auf aktiven Kiesgruben zur Stromversorgung des Kiesabbaus. Sofern der produzierte Strom selbst verbraucht wird, sind solche Projekte trotz höherer Gestehungskosten wirtschaftlich tragfähig. Für die Zukunft ist durch steigende Erfahrung mit einer Senkung der Installationskosten zu rechnen.

 

Dach-PV

PV-Dachanlagen spielen bei der Stromerzeugung in Hessen eine besonders große und stetig wachsende Rolle. Ein wichtiges Instrument zur Einschätzung, ob eine PV-Anlage sich lohnt, ist das Solarkataster Hessen. Interessierte finden zudem viele nützliche Informationen in der Broschüre „Solarstrom für alle“.

 

Mehr zum Thema Sonnenenergie in der Übersicht der LEA Hessen

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Windenergie in Hessen

Die Windenergie ist die größte Energiequelle im deutschen Strommix – sie treibt den Siegeszug der erneuerbaren Energien an.

Seit 2019 wird in Deutschland mehr Strom aus erneuerbaren als aus fossilen Energien produziert – und das ist vor allem der Windenergie zu verdanken. Sie ist mit Abstand die wichtigste regenerative Stromquelle hierzulande. An guten Standorten ist die Windenergie an Land mittlerweile die kostengünstigste Art der Stromerzeugung. Gleichzeitig verursacht sie die geringsten Umweltkosten.

In Hessen trug die Windenergie 2019 erstmals mehr als die Hälfte zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei. Die Landesregierung will sie weiter ausbauen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Dafür hat sie unter anderem das Zwei-Prozent-Ziel für den Ausbau von Windenergie beschlossen.

 

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Bürgerforum Energiewende Hessen 

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Telefon: +49 611 95017-8678 

Anna Forke
Telefon: +49 611 95017-8419   

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Erneuerbare Energien

Beratungsstelle Dezentrale Energieerzeugung

Andreas Wöll
 +49 611 95017 8485
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